So lädst du einen Tesla oder ein beliebiges Elektroauto im Notfall an nicht geerdeten Steckdosen auf
So umgehst du den Erdungsfehler beim Tesla Mobile Connector und anderen tragbaren Ladegeräten für Elektroautos, damit du an jeder Steckdose laden kannst – besonders an nicht geerdeten Steckdosen in alten Häusern, auf dem Land, in Ferienhäusern und auf Roadtrips. In diesem Video zeige ich dir, warum ich den originalen Tesla Mobile Connector nicht für Notfall- oder Urlaubsladungen mitnehme, sondern stattdessen ein tragbares Typ-2-Ladegerät (RTSKY) verwende, mit dem du den Erdungsschutz bei Bedarf deaktivieren kannst.
Genau das Produkt, das ich benutze (vollständige Demo im Video)
Solltest du dein Elektroauto an Steckdosen ohne Erdung aufladen?
Nein, du solltest es unbedingt vermeiden, ein Elektrofahrzeug (EV) an einer Steckdose ohne ordnungsgemäßen Erdungsanschluss aufzuladen. Tatsächlich erkennen fast alle handelsüblichen tragbaren EV-Ladegeräte (Mode-2-Kabel / „Oma-Ladegerät“) das Fehlen der Erdungsleitung sofort und verweigern den Ladevorgang, wobei eine rote Fehler- oder Erdungsfehler-LED aufleuchtet.
Die wichtigsten Gründe, warum das Laden von Elektroautos eine Erdung erfordert
- Erhebliche Gefahr durch Stromschlag: Beim Laden von Elektrofahrzeugen wird eine hohe Dauerleistung verbraucht (typischerweise 10 A–16 A über viele Stunden). Das Außenchassis des Autos besteht aus Metall. Wenn es zu einem Isolationsdurchschlag kommt, leitet die Erdung den Ableitstrom sicher zur Erde ab, wodurch der Schutzschalter ausgelöst wird. Ohne Erdung könnte das Berühren der Karosserie oder des Kabels zu einem tödlichen Stromschlag führen.
- Kontinuierliche Sicherheitsüberwachung (Pilot-Signal): Moderne Ladesysteme für Elektrofahrzeuge basieren auf einer ständigen Kommunikation zwischen dem Auto und der Steuerbox (ICCB). Die Erdungsverbindung ist Teil dieses Sicherheits-Handshakes. Wenn die Steuerbox einen hohen Erdungswiderstand oder gar keine Erdung feststellt, unterbricht sie den Stromfluss.
- Ausfall der Schutzvorrichtung: Ladeanlagen für Elektrofahrzeuge benötigen einen FI-Schutzschalter (Fehlerstromschutzschalter ), um vor Gleich- und Wechselstrom-Fehlerströmen zu schützen. Während der FI-Schutzschalter eine Stromunsymmetrie misst, bietet der Erdungsleiter einen ersten sicheren Ableitungsweg für kleine, kontinuierliche Streuströme und verhindert so, dass empfindliche Schutzschaltungen unvorhersehbar reagieren.
- Brand- und Überhitzungsgefahr: Nicht geerdete Steckdosen sind fast immer Teil älterer Elektroinstallationen mit dünnen, in die Jahre gekommenen Leitungen. Wenn du dauerhaft 2,3 kW bis 3,7 kW über einen alten Zweileiterkreis ziehst, besteht ein hohes Risiko für Kontaktwiderstand, Lichtbogenfehler und geschmolzene Steckdosen.
Was solltest du stattdessen tun?
- Verwende eine eigene Wallbox für zu Hause: Lass von einem qualifizierten Elektriker eine eigene Ladestation für Elektrofahrzeuge installieren, die direkt von deinem Hauptstromverteiler gespeist wird und über eine geprüfte Erdungsleitung, den richtigen Kabelquerschnitt sowie einen geeigneten FI-Schutzschalter bzw. Leitungsschutzschalter verfügt.
- Steckdose aufrüsten: Wenn du eine Standardsteckdose verwendest, lass von einem zertifizierten Elektriker überprüfen oder eine ordnungsgemäß geerdete, hochbelastbare Steckdose installieren (z. B. eine für Dauerbelastung ausgelegte Schuko-Steckdose oder eine blaue CEE-16A-Steckdose).
- Sicherheitsvorrichtungen niemals umgehen: Verwende niemals „Schummel“-Adapter, entferne keine Erdungsstifte und versuche nicht, den Erdungsmonitor an tragbaren Ladekabeln zu deaktivieren.
Was sind Steckdosen, bei denen weder Erdung noch Masse angeschlossen sind?
Steckdosen ohne Erdung (allgemein als „nicht geerdete Steckdosen“ oder „zweipolige Steckdosen“ bezeichnet) sind Steckdosen, die nur mit zwei Leitern verkabelt sind: Phase und Nullleiter. Ihnen fehlt ein eigener Erdungsweg zur Erde.
Wichtigste Merkmale und wie sie funktionieren
- Zweileitersystem: Der Strom fließt vom Hauptverteiler über die Phase zum Gerät und kehrt dann über den Neutralleiter zurück.
- Kein Erdungspfad: Es gibt keinen dritten Draht (Erdung), der Streuströme ableitet.
- Konstruktive Ausführung: In Nordamerika gibt es sie als normale Zweipolsteckdosen ohne das runde Loch. In Europa gibt es sie als Europlug-Steckdosen (Typ C) ohne seitliche Erdungsklammern (wie sie bei normalen Schuko-Steckdosen / Typ F vorhanden sind).
Warum findet man sie in Wohnungen?
- Ältere Bauvorschriften: Vor den 1960er- und 1970er-Jahren schrieben die Bauvorschriften in vielen Ländern keinen Erdungsleiter für normale Haushaltsstromkreise vor.
- Geräte mit doppelter Isolierung: Moderne, nicht geerdete Steckdosen sind in bestimmten Anwendungsfällen für Geräte der Klasse II (doppelt isoliert) weiterhin zulässig. Geräte wie Handy-Ladegeräte, Lampen mit Kunststoffgehäuse und Netzteile für Fernseher verwenden keinen Erdungsstift und benötigen diesen auch nicht, da ihr Kunststoffgehäuse verhindert, dass Metallteile unter Spannung stehen.
Die größten Risiken von nicht geerdeten Steckdosen
- Stromschlaggefahr: Wenn sich ein stromführender Draht im Inneren eines Geräts mit Metallgehäuse löst, steht das gesamte Metallgehäuse unter Spannung. Wenn du es berührst, schließt sich der Stromkreis über deinen Körper zur Erde.
- Überspannungsschutz: Überspannungsschutz-Steckdosenleisten sind direkt auf den Erdungsanschluss angewiesen, um übermäßige Spannungsspitzen von elektronischen Geräten abzuleiten. Ohne Erdung fungieren Überspannungsschutzgeräte lediglich als einfache Steckdosenleisten und können empfindliche Geräte nicht schützen.
- Brandgefahr: Fehlerströme oder Lichtbögen innerhalb der Wand oder in angeschlossenen Geräten haben keinen sicheren Ableitungsweg, was zu einer Wärmeentwicklung in der alternden Kabelisolierung führen kann.
Sichere Möglichkeiten, nicht geerdete Steckdosen aufzurüsten oder zu verwalten
1. Installiere eine GFCI/RCD-Steckdose (kein Erdungsanschluss erforderlich)
- Wenn du eine nicht geerdete Steckdose durch einen FI-Schutzschalter (GFCI) oder einen Fehlerstromschutzschalter (RCD) ersetzt, bist du auch ohne Erdungsleiter vor Stromschlägen geschützt.
- Es erkennt Stromungleichgewichte (z. B. Strom, der durch den menschlichen Körper fließt) und löst innerhalb von Millisekunden aus. Elektrische Normen (wie z. B. NEC) schreiben vor, dass diese mit „No Equipment Ground“ gekennzeichnet sein müssen.
2. Den Stromkreis neu verkabeln
- Die beste langfristige Lösung besteht darin, ein neues dreipoliges Kabel (Phase, Nullleiter und Schutzleiter) vom Sicherungskasten bis zur Steckdosendose zu verlegen.
3. Vermeide riskante „Reparaturen“
- Schneide den Erdungsstift eines dreipoligen Steckersnicht ab, um ihn in eine zweipolige Steckdose zu zwängen.
- Vermeide so genannte „Cheater-Adapter“ (3-zu-2-Steckeradapter), es sei denn, die kleine Metalllasche ist ausdrücklich mit einer geprüften, geerdeten Anschlussdose verbunden.
- Erstelle niemals einen „Bootleg Ground“ (eine Überbrückung zwischen Neutralleiter und Erde an der Steckdose). Das ist verboten und birgt eine erhebliche Stromschlaggefahr, falls der Neutralleiter stromaufwärts reißt.
Feedback
Schaut euch hier meinen vollständigen Testbericht zum RTSKY-Ladegerät an. Seid ihr schon mal wegen eines Erdschlusses an eurem mobilen EV-Ladegerät festgesteckt? Welches tragbare Typ-2-Ladegerät benutzt ihr? Bitte helft mir, meinenYouTube-Kanalauszubauen, indem ihr ihn abonniert oder Premium-Mitglied werdet, damit ich neue Produkte testen, bewerten und vergleichen kann. Bitte unterstütze meinen Kanal und nutze meinenTesla-Promo-Code, um einen großen Rabatt auf dein neues Auto oder kostenlose Supercharger-Meilen zu erhalten.
